Content Marketing

Verstecke dich nicht hinter deinem Content.

Das größte Problem für Menschen bei Instagram ist, dass sie viel zu viel bei Instagram unterwegs sind. Warum macht es ihnen das Leben schwer?  

Am Samstag war ich mit meiner Familie in einem Kunstmuseum. Mein 6-jähriger Sohn war sehr aufgeregt und freute sich sehr darauf. Und das aus einem bestimmten Grund. Er wollte neue Ideen für seine zukünftigen Kunstwerke sammeln. Es steckt eine Menge Kreativität in ihm, er lässt sich inspirieren, nimmt es auf und dann macht er etwas ganz eigenes daraus, was vielleicht auf seine Erfahrungen in Museum basieren wird. 

Das ist der Punkt, bei dem Instagram scheitert. 

Fotografen suchen nach Fotografen. Was machen meine Kollegen in der Branche? Was bieten sie an und wie positionieren sie sich? Wenn dies bei ihnen funktioniert, vielleicht klappt es dann auch bei mir. Psychologen, Social-Media-Experten, Texter oder Coaches schauen, welche Bilder von anderen genommen werden und worüber sie in ihren Profilen schreiben. 

Werden Schablonen benutzt, nehme ich sie dann auch. Presets sind gefragt, bin ich dabei. Nützliche Beiträge sollen helfen, voranzukommen. Ich erstelle solche. 

Dabei hält man Ausschau nach anderen und vergisst sich selbst dabei. Das eigene Ich geht verloren. 

Viel zu viel Mehrwert bei Instagram

Letzte Woche hatte ich einen interessanten Kommentar unter meinem Beitrag zu meinen Erfahrungen bei Instagram. Hier ist er: „ich habe das Gefühl, dass Beiträge nicht mal groß nützlich sein müssen, so lange das Bild gut ist. Da schreibt eine was total Tolles und darunter der Kommentar: schönes Shirt!“

Bei Instagram sind viele Experten unterwegs und alle überschütten uns mit Nutzen. Es ist viel zu viel Nutzen geworden. Alle schreiben mit ziemlich ähnlichen Wörtern über die gleiche Sachen. Wer will das schon lesen? Die Anzahl der nützlichen Beiträgen ist so enorm, dass die Menschen zu müde davon sind.

Aus diesem Grund wird weniger darauf geachtet, was unter dem Bild steht. Visuelle Darstellungen der Inhalte entscheidet. Bei mir selbst ist es nicht anders. Ich folge mehreren Experten bei Instagram und manche überfliege ich, ohne zu lesen, was darunter steht. 

Nützliche Beiträge verlieren an Wert. Die Menschen interessieren sich nach wie vor aber für Menschen. Wenn es früher ausreichend war, um nach vorn zu kommen, nützliche Beiträge zu erstellen, so ist es mittlerweile anders. Die Bilder sollten deine Geschichte erzählen und den Sinn deiner Beiträge widerspiegeln. Aus beiden Teilen entsteht ein Bild von dir. 

Es gelingt nicht, sich von anderen abzusetzen und die eigene Individualität zu zeigen, wenn man die ganze Zeit bei Instagram ist. Instagram ist ein toller Ort, um über sich zu erzählen. Hier kann man sich, seine Persönlichkeit und seine eigenen Werte mit Hilfe von Bildern anderen mitteilen. 

Die anderen erzählen ihre Gesichten und du erzählst deine.

Wenn du nichts, worüber du bei Instagram schreiben sollst oder welche Bilder dein Unternehmen widerspiegeln, fange an zu forschen. Finde heraus, was in dir steckt und was für dich von Bedeutung ist. Sammle dabei deine Eindrücke in der realen Welt und nicht bei Instagram. Du kannst verreisen, gute Filme anschauen, in ein Museum gehen oder die Natur bewundern. Entfalte dich kreativ und mache deine eigene Entdeckungen. 

Irgendetwas Neues aus der Welt lernen, sie aufnehmen und dein Eigenes in die Welt zurückgeben. So macht es mein kleiner Sohn. 

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