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Kostenfreie Bilder für deinen Blog

Fangen wir direkt bei einem schlechten Beispiel an. Du schreibst einen Blogartikel und dir fällt auf, dass du dringend Bilder brauchst, sonst sieht der Artikel irgendwie langweilig aus. Aber was für eins sollst du nehmen? Googeln hilft immer! 

Was denkst du, passt dieses Bild, wenn du über arbeiten von Zuhause (Home Office) schreibst? 

Bild aussuchen zum Thema "Arbeietn von zuhause"
Solche Bilder bekommst du zu sehen, wenn du nach Home Office im Internet suchst.

Was für ein Ziel hat das Bild? Bringt es meine Leser weiter? Hilft es etwas zu verstehen?

Wenn wir ganz ehrlich sind, ist das Bild einfach nutzlos. Es liefert keinen Mehrwert. Wir können ruhig darauf verzichten. Das Bild zieht dazu die Aufmerksamkeit auf Sachen, die irrelevant sind. Es lenkt vom Lesen des Textes ab und von dem, was wir vermitteln wollte.

Wenn ich recherchiere, schaue ich in den meisten Fällen die ersten zehn Ergebnisse bei Google an. Falls nichts Passendes dabei ist, gehe ich direkt zur Google-Bildersuche. Wenn ein Bild aus der Reihe fällt und nicht nach einem langweiligen Stock-Bilder aussieht, schaue ich mir häufig den entsprechend Artikel an. In den meisten Fällen habe ich mit meiner Vorgehensweise Glück.

Bilder helfen dir schnell darüber zu erzählen, worum es auf deiner Website geht. Das ist grandios, wenn du Geld für einen Fotografen hast. Wenn man sich aber am Beginn einer Selbstständigkeit befindet, ist das häufig nicht der Fall. In diesem Beitrag zeige ich dir, was du alles als Bild nehmen kannst und wo du sie findest. 

Bei meinem Blog stütze ich mich für die Bildauswahl auf ein klares Vorgehen. Hier sind meine 4 Regeln, worauf ich mich bei der Bildauswahl stütze. 

Zeige das, worüber du schreibst!

Am leichtesten ist es, einfach das zu zeigen, worüber du schreibst. Ich schreibe gerade darüber, wie man das passende Bild leicht findet, da kann ich mich selbst verzweifelt vorm Computer sitzend zeigen. Oder ich halte vielleicht mehrere Bilder in der Hand und habe einen „nachdenklichen“ Gesichtsausdruck. 

Wenn du über eine Online-Dienstleistung schreibst, zeige am besten ein paar Screenshots, auf denen die Inhalte deines Produkts zu sehen sind. So machst du deine potentiellen Kunden noch stärker aufmerksam auf deinen Kurs. Oh, das sieht so spannend aus! Vielleicht sollte ich mir diesen Kurs genauer anschauen. 

Wie kann ich am leichtesten zeigen, welche Fehler bei der Auswahl der Bilder gemacht werden? Ich zeige sie einfach.

ein Beispiel von einem schlechten Bild für die Website
Das Bild ist leider nichtssagend und liefert keinen Mehrwert.

Auf diese Weise kannst du viele Sachen zeigen:

  • einen falsch ausgefüllten Antrag 
  • eine sinnlose Kaltakquise-Anfrage
  • eine Website, die falsch aufgebaut ist 

Strickst du einen Pullover, zeige ihn. Möchtest du über einen neuen Ort erzählen, füge eine Karte zu deinem Blogartikel hinzu. 

Ich versuche, die folgende Regel zu befolgen: Wenn ich einen Textabschnitt durch ein Bild ersetzen kann, tue ich das. In den meisten Fällen ist es viel wirksamer. Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein Bild angeschaut wird, ist höher als die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein Text gelesen wird. 

Setze Emotionen ein!

Ein Text zieht unsere Aufmerksamkeit stärker an, wenn er Emotionen weckt. Diese kannst du leicht mit Bildern erzeugen. 

Was spricht dich mehr an? Was zieht deine Aufmerksamkeit stärker an? Welche Bilder wecken deine Emotionen?

Es ist nicht einfach, Bilder auszusuchen. Manchmal nervt es mich sehr.

Wenn du das nächstes Mal die Bilder für deine Website aussuchst, frage dich selbst, ob das ausgesuchte Bild die gewünschten Emotionen vermittelt. 

Bei einem Blogbeitrag kannst du auch lustige Illustrationen einsetzen, so wie es zum Beispiel „der New Yorker“ macht. 

Wenn du Fotos hast, die spannende Geschichten aus dem Leben widerspiegeln, setze sie unbedingt ein.  

In der Werbung rund um das Thema Geld wird häufig Neid eingesetzt. Der Kunde liegt am Strand auf den Malediven und was machst du hier auf dem Sofa? Ich rate aber meine Kunden von negativen Emotionen ab. Davon haben wir häufig in unserem Leben schon genug. 

Steuere die Aufmerksamkeit deiner Leser 

Die Menschen lesen selten einen Text von Anfang bis zum Ende. Bevor wir einen Text lesen, überfliegen wir ihn und treffen eine Entscheidung, ob er für uns relevant ist oder nicht. 

In diesem Beispiel sind keine Bilder zu sehen. Es gibt nichts, was unsere Aufmerksamkeit weckt. Das Einzige, was uns interessiert, sind die Überschriften. 

Text ohne Bilder
Wer liest schon gerne Texte ohne Bilder?

Wenn wir ein Bild hinzufügen, bringt es direkt viel mehr Abwechslung. Wir schauen nicht nur Überschriften, sondern auch das Bild. Das läuft in etwa so ab:

Ich überfliege einen Text.

Oh, ein Bild!

Ich schaue mir das Bild genauer an.

Anschließend lese eventuell die Bildunterschrift.

Ich überfliege den Text weiter.

Text mit einem Bild
Wenn wir Bilder im Blog verwenden, verbringen die Leser mehr Zeit bei uns auf der Website.

Es ist wichtig, nicht irgendwas zu illustrieren, sondern die Aufmerksamkeit deiner Leser dorthin zu lenken, wo du möchtest. 

Das Bild spielt eine große Rolle. Wenn du für deinen Text ein 08/15-Bild nimmst, das nichts vermittelt, vermittelst du deinen Lesern, dass es sich hier um einen 08/15-Text handelt. Dein Text kann super sein, aber er wird nicht gelesen. Du hast die falschen Signale gesendet. 

Finde die passenden Symbole 

Wir können nicht immer das zeigen, worüber wir schreiben. Wenn wir über Marketing, Business oder Coaching schreiben, haben wir nicht unbedingt passende Illustrationen dazu. 

Das Beste, das du machen kannst, ist es, dir ein Symbol zu überlegen. Das Symbol darf aber nicht einfallslos und nicht auf den ersten Blick offensichtlich sein. Dennoch sollte es den Kern deiner Aussage treffen. Schlechte Beispiele für Symbole der Liebe sind zum Beispiel ein Herz oder ein Pärchen, das Händchen beim Sonnenuntergang hält.

Was könnte man zum Thema „von zuhause arbeiten“ zeigen? Aber vergiss dabei nicht, dass die lächelnde Frau, die am Notebook sitzen und uns verträumt anschaut, nicht unbedingt eine gute Idee als Symbol ist. 

Um zu überprüfen, ob das Symbol tatsächlich gut ist, gebe das entsprechende Schlüsselwort dazu bei Google ein und schau die Ergebnisse an: 

Ein Screenshot aus Google-Suche zur Anfrage „zuhause arbeiten“. Hm, es ist vielleicht nicht die beste Idee ein Bild von mir nehmen, auf dem ich vor dem Komputer sitze.

Es ist nicht immer einfach, ein passendes Symbol zu finden. Überlege dir, welche Assoziationen bei dir zum Thema, worüber du schreibst, entstehen. Welches Bild kann ich nehmen, um die Aufmerksamkeit meiner Leser zu wecken und von anderen Bildern mich abzuheben? Wie sieht mein Homeoffice aus? Vielleicht ist eine Bildcollage eine gute Idee.

So ein Bild fällt aus der Reihe und wird auf jeden Fall bei der Bildersuche auffallen. Probiere einfach herum! Dir fallen bestimmt ein paar Ideen ein, wie du einen Artikel am besten illustrieren kannst. 

Wo finde ich passende Bilder?

Im Grunde genommen gibt es drei Möglichkeiten, an Bilder zu kommen. Du kannst die Bilder kostenfrei holen. Du kannst diese kaufen oder noch besser selber machen. 

Fotobanken für lizenzfreie und kostenfreie Bilder 

Als Public Domain zählen Bilder, bei denen die Autorenrechte abgelaufen sind oder die Autoren die Bilder zur freien Verfügung gestellt haben. In den meisten Ländern ist dies 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers der Fall. Solche Bilder kannst du kostenfrei nutzen.

Wenn du gar keine Möglichkeit hast, eigene Bilder zu machen und Public Domain keine Option für dich ist,  kannst du eins aus dem Fotostock nehmen. Man darf die Bilder nur dann nutzen,  wenn sie lizenzfrei sind. Sie werden in zwei Kategorien eingeteilt: für kommerzielle und nicht-kommerzielle Zwecke. 

Wenn du mit deiner Website vorhast, Geld zu verdienen, unabhängig ob direkt oder indirekt, handelt es sich um eine kommerzielle Nutzung. 

Creative Commons ist eine Organisation, die es Bildurhebern ermöglicht Lizenzen für Verwendung ihrer Werke zu erstellen. 

Hier sind die drei Lizenzen, die für dich in Frage kommen, wenn du Bilder kostenfrei verwenden möchtest:

CC0 Creative Common Zero Lizenz wird als Public Domain behandelt. Die Autoren verzichten auf ihre Rechte und lassen uns die Bilder so nutzen, wie wir wollen.

CC Attribution (CC-BY) – der Name des Autores muss genannt werden. 

CC Attribution – Share Alike (CC-BY-SA) – der Name des Autors muss genannt werden und das Bild darf nur unter der gleichen Bedingungen weitergegeben werden. Es darf am Bild nichts verändert werden. 

Google Image

Die leichteste Möglichkeit ist es, Google Image zu nutzen. Im Menü kannst du direkt auswählen, dass du nur nach lizenzfreien Bilder suchen möchtest. Das ist superpraktisch, da du auch direkt die Größe der zu suchenden Bilder bestimmenden kannst.

Eine weitere Möglichkeit ist die Website von Creative Commons. Hier kannst du nicht nur Bilder, sondern auch Videos und Audios finden.

Flickr 

Viele Fotografen veröffentlichen ihre Bilder bei Flickr unter CC Lizenz. Bei der Suche kannst du auch die Lizenz bestimmen. Außerdem kannst du der Bildbeschreibung entnehmen, welche Lizenz es hat.

Wenn du fremde Bilder nutzt, musst du unbedingt die vorgegebene Quellenangabe nutzen. Das ist eine Bedienung für die kostenfreie Nutzung der Bilder.

Name des Autors/ Quelle / Lizenztyp

Es wird folgendermaßen gemacht: Name/ Flickr/ CC by 

Public Domain – Bilder, 70 Jahre nach dem Autor gestorben ist.

Unsplash

Hier gehe ich als erstes hin, wenn ich ein paar Inspirationen brauche oder mir tatsächlich ein Bild fehlt. Da habe ich das Bild auf dem gelben Hintergrund gefunden als ich über Hashtags bei Instagram geschrieben habe.

CC0 Lizenz 

Suchleiste ist vorhanden 

Keine Anmeldung notwendig 

Pexels    

Eine große Auswahl an Bildern. Hier hast du die Möglichkeit nach Farben zu suchen. 

Keine Anmeldung notwendig 

Suchleiste ist vorhanden

Lizenz CC0

Pixabay

Pixabay eine Website mit einer großen Auswahl von Bildern, Fotos und Vektor-Illustrationen. 

Anmeldung notwenig 

Suchleiste ist vorhandnen

CC0 Lizenz 

Freeimages 

Hier hast du eine sehr große Auswahl an Bildern. Diese sind aber nicht unbedingt die besten. Du musst ein bisschen Zeit mitbringen, wenn du ein gutes Bild finden möchtest.

Anmeldung notwendig 

Suche vorhanden 

CC Lizenz (wenn du ein Bild nutzt, musst du genauer hinschauen)

Freestocks

Hier findest du gute Bilder für Kategorien wie Tiere, Architektur, Essen oder Natur.

Suchleiste vorhandnen

Anmeldung nicht notwendig

Lizenz CC0

Startup Stocks Photos 

Diese Bilder passen für viele Designer, Blogger, IT-Spezialsten und anderen Menschen, die im Digital-Bereich tätig sind.

Keine Suche

Keine Anmeldung

CC0 Lizenz

Du kannst natürlich auch bei Fotostocks für die Fotos bezahlen. Das ist eine sichere Variante. Demnächst erstelle ich eine Liste dafür, die dir einen Überblick darüber liefert. Bei diesen Fotostocks kannst du häufig für ein paar Euros passende Bilder kaufen.

Wenn du ein passendes Foto gefunden hast und nicht sicher bist, ob du es nutzen darf, schreibe den Fotografen an und frage nach einer Erlaubnis, sein Bild nutzen zu dürfen. Vor allem, wenn es um einen Blogartikel geht, sagen die Fotografen selten nein, wenn ihre Werke ordentlich verlinkt werden.

Fazit

Wenn du ein gutes Bild haben möchtest und selbst keine Zeit dafür hast, bestelle eins bei einem Fotografen. Sonst mache selbst ein. Ein Bild muss nicht nicht immer ein Foto sein. Du kannst auch einfache Illustrationen machen oder Screenshots verwenden. Denke daran, dass ein gutes Bild die Aufmerksamkeit auf sich zieht und das unterstützt, was du vermitteln möchtest.

Vor einem Jahr habe ich einen Artikel über Stockfotos geschrieben. Schau ihn unbedingt an, wenn du Lust auf mehr hast. 

Kommentieren

Dieser Beitrag hat 9 Kommentare

  1. Silke

    Yeah, Maria, ein wirklich toller Beitrag über den Zeitfresser Bildersuche. Vor allem wenn du auch so ein „schwammiges“ Thema hast, kann das ein großer Struggle werden. Da haben es Back- oder Gartenblogs leichter.
    Liebe Grüße
    Silke

    1. Maria Wiedner

      Es freut mich sehr liebe Silke! Die Bilder spielen eine große Rolle, wenn wir unsere Blogs voranbringen wollen.

  2. Monica

    Liebe Maria, Danke für die tolle Zusammenfassung!

    1. Maria Wiedner

      Gerne geschehen! Ich war gerade auf deiner Website und bin überwältigt. Mir war gar nicht bewusst, dass du so viel Erfahrung in deinem Gebiet hast! Einfach sprachlos!

  3. Hi Maria, danke für die Erinnerung daran, wie wichtig Bilder für uns sind. Ich verwende sie nicht so aktiv, wie du es hier demonstriert hast, sondern bisher nur als Erklärung. Aber jetzt bin ich motiviert, Bilder regelmäßig und sinnvoll einzusetzen. 🙂 Alles Liebe, Kerstin

    1. Maria Wiedner

      Liebe Kerstin,
      danke für dein Kommentar! Ich versuche seit kurzem auch mehr Zeit für die Bilderauswahl zu investieren. Die Texte werden immer weniger bis zum Ende gelesen.Die Bilder werden hingegen sehr wahrscheinlich genauer angeschaut.
      Liebe Grüße,
      Maria

  4. Conny

    Bilder sagen mehr als 1000 Worte, oder wie war das? Deine Ideen für die Bildersuche sind wirklich vielfältig und gut recherchiert, selbst ich kannte noch nicht alle. Für die „über mich Seite“ gilt jedoch: nur ein Foto von dir ist ein gutes Foto. Hier haben Stockfotos nix verloren, gell?

    1. Maria Wiedner

      Du hast so Recht! Ehrlich gesagt so langsam muss ich auch zu Fotografen. Für meine Website brauche ich ordentliche Bilder und ich schaffe leider nicht, diese selbst zu machen)

  5. Liebe Maria,
    vielen Dank für diese ausführliche Darstellung und vor allem die umfassende Linksammlung – ich kannte noch nicht alle Datenbanken.
    Vor einiger Zeit war ich mal so gefrustet vom Zeitfresser „Bildersuche“, dass ich darüber einen Blogbeitrag schrieb: „Braucht ein Blog Bilder?“ Damals war ich es leid, für die Bildersuche mehr Zeit aufzubringen als für’s Schreiben.
    Inzwischen sehe ich es allerdings nicht mehr ganz so, denn Bilder transportieren auch Emotionen und laden zum Lesen ein. Ich wähle aber meine Bilder inzwischen anhand unseres Marken-Designs fast nur noch intuitiv und auch nur noch von einer einzigen Datenbank, so dass es mich nicht mehr viel Zeit kostet.
    Marken-Design bedeutet, dass ich aufgrund der Werte, die ich vertrete, eine Art „Bilder-Landschaft“ vorab festlege, die ich dann konsequent beibehalte. Z. B. immer Bilder aus der Natur zeigen oder immer Bilder mit Goldschimmer … Und manchmal passen so „langweilige“ Bilder von einem Desktop eben auch – finde ich, es kommt immer auf die Ziele und den Kontext an …
    Viele Grüße,
    Bettina

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