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Mobile First – Deine Website ist für Menschen mit Handys in der Hand

Mobile first Webdesign für mobile Geräte

Sieht die Website auf einem Desktop top aus? Na und? Was haben die Nutzer davon, wenn sie diese auf dem Handy schlecht abschneidet? Nichts oder kaum was.

Im Jahr 2020 kommt es darauf an, dass die Website an erster Stelle auf einem Handy oder Tablet einwandfrei funktioniert und keine Schwierigkeiten für Besucher verursacht. Warum es so ist, welche Auswirkungen dies für dich hat und was bei einer mobilen Version zu beachten ist, erzähle ich dir in diesem Artikel. 

Wenn man vom Handy oder Tablet etwas sucht, sieht man, dass einige Websites besser aussehen als andere. Einige laden schneller als andere, unabhängig davon wie viel Content darauf zu finden ist. Dabei gibt es mit jedem Jahr mehr Menschen, die von einem Handy oder Tablet im Internet surfen. 

Wenn ich die Statistik für meine eigene Website bei Google Analytics anschaue, sehe ich, dass nur etwa ein Viertel aller Anfragen bei mir von Desktop-PCs kommt. Es gibt natürlich immer noch Branchen, in denen die Statistik anders aussieht. Wenn du aber selbstständige bist, Dienstleistungen für andere Menschen anbietest oder ein kleines Geschäft vor Ort führt, muss die mobile Version deiner Website reibungslos funktionieren.

Mobile-First Index kommt ins Spiel 

Die Website meiner Freundin war Ausgangspunkt für diesen Beitrag. Sie hat ihre Website mit Hilfe von Website-Baukästen vor etwa drei Jahren erstellt und sah auf meinem Handy schrecklich aus. Ich habe ein Screenshot gemacht und ihr geschickt: „Es darf nicht passieren, dass du die Gestaltung deiner Website für Tablets und Handys nicht beeinflussen kannst“. 

Mittlerweile sieht die Website meiner Freundin auf Tablets anders aus. Sie hat ein paar Veränderungen vorgenommen.

Nicht nur deinen Webnutzern zuliebe sollte deine Website für mobile Geräte einwandfrei funktionieren, auch Google will es so. Wenn du im Suchfeld bei Google etwas eingibst, greift Google auf sein Archiv zu, in dem alle relevanten Websites, die deine Anfrage beantworten können, gespeichert sind. Was aber hat das mit der mobilen Version deiner Website zu tun?

So war es früher. Es gab es Archive für Websites. Wenn der Webnutzer nach Informationen von seinem Handy gesucht hat, wurden ihm die Ergebnisse aus dem mobilen Archiv oder Index angezeigt. Wenn er hingegen von seinem Computer die gleichen Anfragen bei Google eingegeben hat, wurden die Ergebnisse des Desktop-Index angezeigt.

So ist es heute. Jetzt gibt es nur noch ein Archiv. Google zeigt die Ergebnissen des mobilen Index unabhängig davon, von welchem Gerät eine Suche vorgenommen wird. Deswegen sind die Webseiten, die für mobile Geräte optimiert sind, von Vorteil.

Für Google ist es egal, ob du von deinem Handy oder vom PC etwas suchst. Die Suchmaschine greift in allen Fällen auf ihren mobilen Index zurück. Der Index ist jetzt einheitlich für alle Versionen deiner Website. Aus diesem Grund darf die mobile Version deiner Website in keinem Fall schlechter sein als die für Desktop-User. Sie sollte tendenziell sogar eher besser sein. 

Mobile First macht deutlich, wie wichtig die mobile Version deiner Website ist. Du kannst auch weiterhin problemlos einen Website-Baukästen nutzen. Du musst aber schauen, dass du die mobile Version deiner Website beeinflussen kannst. Die Möglichkeiten und Einschränkungen für unterschiedliche Geräten müssen berücksichtigt werden.

Kaum Einfluss auf die mobile Version deiner Website

Meine Aufregung war auf den Website-Baukasten Anbieter bezogen. Bei Weebly wird nämlich automatisch eine adaptive Version der Website erstellt und man kann selbst keinen Einfluss darauf nehmen. Dies ist ein großer Nachteil von solchen Website-Baukästen.

Dies passiert, weil die Gestaltung der Website für Desktop-PCs entwickelt wurde. So hat es auch meine Freundin gemacht: eine Website so gestaltet, wie es auf dem Computer aussehen sollte. Die adaptive Anpassung für Tablets und Handys wird hingegen ohne ihren Einfluss automatisch von Weebly erstellt. 

Das größte Problem dabei ist, dass primär für Nutzer von PCs und Notebooks optimiert wird. Manche Elemente sehen am Computer gut aus und funktionieren dementsprechend einwandfrei, sind aber am Handy überflüssig und unnötig. Heute muss man aber als erstes davon ausgehen, dass die Website am Handy angeschaut wird. Die mobile Version sollte bei der Erstellung einer Website im Vordergrund stehen.

Wenn deine Website nicht schnell genug lädt 

Die Ladegeschwindigkeit hängt meistens davon ab, wie die Website aufgebaut wurde. Wenn die Seite für mobile Geräte konstruiert wurde, hat sie nicht so viele Elemente und lädt dementsprechend schneller.

Wie schnell lädt deine Website? Bei Fotografen ist es keine leichte Aufgabe, eine schnelle Website zu erstellen, weil die Fotos viel Platz einnehmen.

Die Website meiner Freundin weist einen Geschwindigkeitsindex von 7,4 Sekunden auf mobilen Geräten. Dies wird von Google als ziemlich langsam kategorisiert. Das Problem dabei ist, dass manche Elemente für mobile Versionen überflüssig sind. Sie verlangsamen die ganze Seite und erhöhen die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Website verlassen wird, bevor sie geladen wurde.

Wenn die Website mit Hilfe eines Website-Baukastens erstellt wurde, kann man kaum Einfluss darauf nehmen, sie so zu optimieren, dass sie schneller wird. Idealerweise sollte die Website weniger Bilder in der mobilen Version haben, denn Bilder benötigen viel Platz und wirken sich stark auf Geschwindigkeit aus. 

Als Folge von langsamer Geschwindigkeit kann der Googlebot sich dafür entscheiden, dass deine Website vermutlich nicht relevant für die Nutzer ist. Dies hat dann direkte Auswirkungen auf deine Rankingpostion bei Google, weil die Ladegeschwindigkeit einer der Faktoren für das Ranking ist. 

Regeln für eine mobile Webseite

Überprüfe, ob die mobile Version deiner Seite folgende Punkte erfüllt.

Die mobile Version unterscheidet sich von der Desktop-Ansicht: Das Hauptbild darf nicht zu groß sein und die Größe der Bilder müssen sich abhängig vom jeweiligen Geräte verändern. 

Die Schrift für deinen Website sollte größer ausfallen. Deine Webnutzer sollten leicht mit dem Finger alles treffen, was sie brauchen. Deine Inhalte müssen leicht und gut lesbar sein. Wenn du auf der sichere Seite sein möchtest, nutze 15 Pt bzw. 20 Pixel für deine Schriftgröße.

Wenn auf der Seite viel Text zu sehen ist, kannst du ihn hinter einem „weiter lesen“-Button verstecken. Unter Umständen können deine Texte eventuell kürzer ausfallen. 

Wenn die Seite lang ist, muss ein Button vorhanden sein, damit man wieder leicht und schnell nach oben kommt. 

Es darf kein horizontaler Scroll vorhanden sein. Das erschwert die Nutzung der Website. 

Die Navigationselemente müssen vereinfacht dargestellt werden. Das Menü in der linken oder rechten oberen Ecke wie ein Hamburger-Menü-Icon ist mittlerweile zu einem Standard geworden. Dies kennen die Webnutzer und erwarten das auch bei der mobilen Version der Website zu sehen.

Übertreibe bei mobilen Version nicht mit Pop-Ups, die Inhalte deiner Website müssen sichtbar bleiben.

Alle Elemente, auf die man klicken kann, müssen funktionieren.

Keine große Dateien, die die Ladezeiten der Seite verlangsamen.

Auf der Seite ist nichts, was mit Flash zu tun hat.

Die Kontaktnummer ist zu klicken oder man kann sie zumindest problemlos kopieren.

Fazit

Wenn du im Jahr 2020 an deiner Website arbeiten möchtet, schau, ob sie für mobile Geräte optimiert ist. Die Regeln sind schön und gut. Am wichtigsten aber ist auszuprobieren, was für dich und dein Unternehmen am besten für mobile Versionen funktioniert.

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