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Offene Preise auf deiner Website

Der Preis ist ein wichtiges Kriterium, auf Grund dessen ein Webnutzer eine Entscheidung für oder gegen dein Produkt trifft. Verstecke deine Preise nicht. Schreibe diese groß genug: auf der Hauptseite, im Katalog oder auf der Produktseite. 

Wie du es schreiben kannst, hängt davon ab, ob die Preise fixiert sind, flexibel sind oder berechnet werden müssen. Im letzten Fall ist der Preis davon abhängig, was genau bestellt wird.

Stell dir vor, dein Kunde sucht nach einem bestimmten Produkt oder einer Dienstleistung, er macht mehrere Webseiten auf und überfliegt diese. Wofür interessiert er sich an erster Stelle? Für den Preis. Wenn dieser passt, schaut er deine Website genauer an. Wenn nicht, geht er einfach weiter. 

Häufig ist auf Websites ein Satz zu sehen wie „schreiben Sie uns an und wir beraten sie und nennen unsere Preise“. Damit entsteht eine zusätzliche Hürde für deine potentiellen  Kunden, die erstmal von Ihnen überwinden werden muss. Für deine Webnutzer ist es bequemer, die Websites zu vergleichen, bei denen die Preise vorhanden sind und eine Bestellung direkt aufzugeben.

Vorteile

Der Preis ist ein guter Grund für eine Bestellung. Wenn dein Kunde den Preis gesehen hat und er für ihn akzeptabel erscheint, ist es sehr wahrscheinlich, dass er eine Bestellung aufgibt. 

Offene Preise sind fair. Erinnere dich, wenn du mit einem Menschen sprichst und dabei das Gefühl hast, dass dieser Mensch irgendetwas verbirgt. So ist es auch bei Preisen. Versteckte Preise lösen ähnliche Gefühle aus. Man vertraut dir, wenn man fühlt, dass mit einem ehrlich umgangen wird.

Der Preis lenkt die Aufmerksamkeit. Nachdem ein potentieller Kunde deinen Preis gesehen hat, macht er eine erste Bewertung. Wenn der Preis zu niedrig ist, fragt er sich, warum es so ist. Wenn er zu hoch ist, meldet er gar nicht bei dir, denn er kann oder möchte sich deine Dienstleistungen nicht gönnen. Auf diese Weise sparst du deine Zeit, da du überflüssige Anfragen nicht beantworten muss.

Nachteile

Als erstes Argument wird oft genannt, dass Konkurrenten deine Preise sehen werden. Deine Preise sollen kein Geheimnis sein. Deine Konkurrenz kann diese ohnehin leicht herausfinden, in dem sie dich anruft und einfach danach fragt.

Bei offenen Preisen kann dir passieren, dass die Kunden deine Preise sehen und deine Website anschließend verlassen. Du verlierst damit nicht die Kunden. Dies bedeutet , dass entweder diese Kunden nicht deine sind oder dein Angebot nicht so attraktiv wie bei deinen Konkurrenten ist. Überlege dir, wie du dein Angebot für deine Kunden verbessern kannst.  

Zeige erst den Mehrwert

Wenn du dich entschieden hast, deinen Preis offen zu zeigen, schildere den gebotenen Mehrwert, den deine Kunden von dir bekommen werden. Der Mehrwert sollte in deinen Texten und Überschriften zu sehen sein. Der Preis kann tatsächlich beängstigend wirken, wenn er am Anfang deiner Webseite zu finden ist. Vor allem, wenn es um teure Produkte oder Dienstleistungen geht, solltest du deinen potentiellen Kunden zeigen, welchen Nutzen sie für ihr Geld bekommen. 

Wenn der Preis umgekehrt zu niedrig ausfällt, kann dein Kunde es zum eigenen Vorteil sehen. Er kann denken, dass wenn er dein Produkt jetzt kauft oder bestellt, spart er. 

Fixierte Preise

Wenn du Produkte verkaufst, bei denen ganz eindeutig sind, wie teuer diese sind, gibt es kein Grund dies von Kunden zu verstecken. Manchmal wird der Preis in der Unterseite vom Produkt versteckt. 

Beispiel von versteckten Preisen auf einer Website
Finde ich, wenn ich auf diesen Button clicke, die Antworten auf meine Fragen? Wie teuer ist so ein Fotoshooting? Was bekomme ich für mein Geld?

Mache bitte nicht so. Schreibe direkt, wie teuer deine Dienstleistungen sind.

Flexible Preise 

Preisgestaltung ist nicht immer einfach und eindeutig. Es können Rabatte gelten, die von bestimmten Bedingungen abhängig sind. Solche Preise werden oft mit einem * markiert.

Familenfotoshooting für Ihre Liebsten 

Preis: 100 Euro*

*jeden Donnerstag eines ungeraden Monats

Was hat dein potentieller Kunde verstanden?

Der Preis ist auf jeden Fall mehr als 100 Euro. Außerdem halten sie mich für dumm und wollen mich reinlegen.

So solltest du das nicht machen. 

Beschreibe direkt die Bedingungen, unter welchen dieser Preis gültig ist. Zeige die Preisreichweite und erkläre, wie man den endgültigen Preis bekommt. Wenn die Erklärung zu lang ist, gib einen Link auf die Seite, auf der dies geschildert wird. 

 

Familienfotoshooting für 100 Euro

Studenten geben wir Rabatt 5%.

Alle anderen erhalten 2%, wenn per Überweisung bezahlt wird. 

Bei vollständiger Vorauszahlung bekommen sie 10% Rabatt. 

Preis nach Aufwand 

Wenn du eine Website machst oder eine Mobile App entwickelst, ist es schwer, den Preis direkt zu ermitteln. Du triffst dich mit deinen Kunden, kommunizierst, formulierst die Aufgabe und erst dann kalkulierst du den Preis ein. 

Wenn dies bei dir der Fall ist, schreibe keinen Preis. Sonst bekommen deine potentiellen Kunden falsche Eindrücke. In diesem Fall kannst du gut mit Beispielen eine ungefähre Preisreichweite schildern. 

Zum Beispiel: Die Entwicklung einer Website für ein kleines Unternehmen fängt ab 500 Euro an. Wenn Sie eine Website benötigen, die weniger als 10 Unterseiten hat und die Inhalte bereits vorhanden sind, wird ihre Website vermutlich nicht teuer als 600 Euro kosten. 

Wenn sie keine Inhalte haben und Sie diese bei uns bestellen wollen, wird der Preis deutlich über 500 Euro liegen. Hinzu kommen noch Kosten für Texte in Höhe von etwa 100 Euro pro Seite. 

Oder du kannst zur Orientierung Preise mit Hilfe von Beispielen aus deiner Erfahrung schildern. 

Wenn du keine Preise nennen kannst, schreibe nicht niedrige Preise oder optimale Preise auf deine Website.

Fazit

Habe keine Angst den Preis zu zeigen 

Zeige erst den Mehrwert und dann den Preis

Offene Preise sind ein Zeichen dafür, dass du dich um deine Webnutzer kümmerst.

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