Wenn wir nach Schemen für Storytelling suchen werden, kommen wir an der sogenannten Heldenreise nicht vorbei. So entsteht bei uns schnell der Eindruck, dass eine Geschichte nur einen Wert hat, wenn wir unvorstellbare Ereignisse überwunden haben und von ganz unten kommen. Wenn ich einfach eines Morgens aufgestanden bin und ein gutes Projekt ins Leben gerufen habe, zählt das nicht als eine passende Geschichte. 

Das stimmt so natürlich nicht. Das Einzige, was aus meiner Perspektive zählt, ist deine Aufrichtigkeit und dein Wunsch etwas zu teilen, das für dich wichtig ist. 

Unsere Geschichten warten darauf erzählt zu werden. Hier findest du eine Adaption einer Heldenreise, die besonders gut passt, wenn du über dein Business erzählen möchtest. 

Der Held und sein Kontext

Wer bin ich? Was habe ich gemacht? Wovon habe ich geträumt, woran habe ich geglaubt und welche Prinzipen waren mir wichtig, als ich am Anfang meiner Reise stand?

Unter welchen Bedingungen habe ich losgelegt und über welche Ressourcen verfügte ich?

Ich bin Mutter von zwei kleinen Kinder und lebe in einer kleinen Stadt, in der ich kaum jemanden kenne. Ich bin nicht flexibel und frage mich, was ich beruflich machen kann. Mein Studium der Sozialwissenschaften bringt mich momentan nicht weiter. Ich möchte etwas schaffen. Ich möchte anderen Menschen helfen. Was kann ich bloß tun?

Eine neue Herausforderung

Was ist passiert? Was hat euch dazu bewegt, euer Leben zu verändern?

Alles ist möglich:

Du bist auf eine Schwierigkeit gestoßen.

Das hat dir klar gemacht, dass du etwas ändern möchtest.

Anschließend hast du vielleicht neue Möglichkeiten entdeckt. 

Häufig ist es so, dass wir keinen unmittelbaren Moment benennen können, der uns dazu gebracht, unsere Lebensumstände zu ändern. Die Entscheidung, etwas zu machen, wächst über einen längeren Zeitraum in uns heran. Es gibt aber in der Regel einen Moment, in dem wir diese Entscheidung getroffen haben. Erzähle davon, was du damals gefühlt hast? Hattest du Zweifel? Hast auf etwas gehofft? Welche Erwartungen hattest du? 

Ich finde keine passende Jobs. Meine Sprachkenntnisse reichen nicht aus. Ich habe etwas studiert, womit ich jetzt hier nichts anfangen kann. Dies bringt mich zum Nachdenken und zur Verzweiflung. Ich weiß aber, dass es für mich sehr wichtig ist, unabhängig zu sein und mich selbst zu verwirklichen. Ich fange an, mir dazu Gedanken zu machen. Was mag ich? Was kann ich ändern?

Konflikt oder Entwicklung der Situation 

Du hast dich entschieden, etwas in deinem Leben zu verändern. Was passiert weiter? Mit welchen Schwierigkeiten oder Problemen hast du dich auseinandergesetzt? Was hat dir geholfen, diese zu überwinden? Wie haben die Menschen um dich herum auf deine Veränderungen reagiert? Wer oder was hat dich währenddessen unterstützt? Welche lustige oder schwierige Situation hast du auf dem Weg erlebt? Welche Gefühle haben dich währenddessen begleitet? 

Ich fange an, darüber nachzudenken, mich selbstständig zu machen. Aber was soll ich werden? Möchte ich einen eigenen Laden aufmachen? Soll ich vielleicht fotografieren? Das sind die Sachen, die mich schon immer begeistert haben. Es gab immer etwas, was mich davon abgehalten hat und etwas, was mich verunsichert hat. 

„Zauberpille“

Wir erwarten in jeder Geschichte eine Prise Zauberei zu finden. Mit „Zauberpille“ meine ich etwas, das dir geholfen hat, die Situation zu ändern oder das Problem zu lösen.

Das kann etwas sein, das du erschaffst oder erfunden hast. Es können deine persönliche Qualitäten sein, deine Erfahrungen und Wissen oder die Hilfe von jemanden oder ein glücklicher Zufall. Erzähle, womit die Situation oder der Konflikt beendet wurde. Gehe dabei auf Details, Fakten und Umstände ein, die eine große Rolle gespielt haben. 

Ich rede mit meiner befreundeten Fotografin und während dieses Gesprächs regt sie sich über ihre eigene Website auf. So komme ich auf die Idee, dass Webdesign oder SMM etwas für mich wäre. Ich habe schon Sowi studiert und mich schon während meines ersten Studiums in Russland dafür interessiert. 

Am nächsten Tag sehe ich eine Werbung für einen Online-Kurs und melde mich an. Ohne zu zweifeln und zu grübeln. 

Lesson learned

Wer bist du jetzt? Was bist du für ein Mensch? Wie haben dich die Herausforderungen verändert? Welche Schlussfolgerungen hast du für dich gezogen? Haben sich deine Werte verändert? Haben die Veränderungen neue Möglichkeiten gebracht? Welche sind es genau?

Ich weiß, dass alles möglich ist. Das Wichtigste dabei ist, daran zu glauben und einfach anzufangen, etwas zu tun. Auch wenn man nicht genau weiß, ob man sich in die richtige Richtung bewegt. Auf dem Weg findet man häufig Antworten auf die Fragen. 

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